Februar-2026

| 27. Februar |


Ich merke heute,
dass Geben nichts zurückfordert.

Manches verschwindet.
Manches erreicht niemanden.

Aber es bleibt trotzdem wahr.
Weil es zeigt,
wer ich bin.

Das genügt.

| 23. Februar |


Der Kopf ist voll.
Ohne Grund.

Gedanken wechseln sich ab.
Keiner bleibt.

Es entsteht Bewegung.
Ohne Richtung.

Ich merke,
dass vieles gesagt wird.
Innen.

Es wird leiser,
sobald ich aufhöre zuzuhören.

| 19. Februar |


Ich merke,
dass der Kopf weiterläuft.

Ohne Anlass.
Ohne Richtung.

Gedanken kommen zurück.
Nicht wichtig.
Trotzdem da.

Ich lasse sie stehen.
Mehr geht nicht.

Es wird ruhiger.
Nicht sofort.

|15. Februar |


Ich wache auf.
Ohne Gedanken.

Es dauert einen Moment,
bis der Raum wieder da ist.

Alles steht noch.
Wie gestern.

Ich bleibe liegen.
Nicht lange.
Nur kurz.

Der Tag wartet nicht.
Er ist einfach schon da.

| 11. Februar |


Der Morgen ist grau.
Nicht dunkel.
Nur ohne Kontrast.

Ich schaue aus dem Fenster.
Es gibt nichts zu sehen.

Die Straße liegt still.
Kein Schritt.
Kein Geräusch.

Ich bleibe einen Moment stehen.
Ohne Grund.

Der Tag beginnt trotzdem.

| 05. Februar |


Im Radio läuft „Sternenhimmel“.

Es war diese Zeit zwischen Aufbruch und Nacht.

Nacht.
Kühle Luft.
Straßen, die noch nicht zu Ende gedacht waren.

Es geht alles erst los.
Man weiß es nur noch nicht.

Der Song dauert nur ein paar Minuten,
aber die Zeit öffnet sich.

Ein kurzer Blick zurück.
Dann ist er wieder weg.

Der Raum bleibt still.
Und ich bin wieder hier.

| 02. Februar |


Es ist sehr kalt.
Minus acht.

Der Ostwind kommt direkt.
Ohne Umweg.

Ich stehe kurz still.
Länger nicht.

Der Körper zieht sich zusammen.
Der Gedanke auch.

Ich mag das nicht.

Der Tag geht trotzdem weiter.

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